Rosenheimer CSU zu den Grobentwürfen für die Trassen des Brennernordzulaufs: Borrmann und Artmann beziehen Stellung

21. Jun. 2018

Die Rosenheimer CSU hat sich bereits im letzten Jahr in einer Resolution eindeutig positioniert: Entscheidend ist, dass Rosenheim als siebtgrößter Bahnhof in Bayern mit täglich 20.000 Fahrgastbewegungen nicht vom Schienenpersonennah- und Schienenpersonenfernverkehr abgehängt wird. Zudem unterliegt der Bau einer neuen Trasse zwei Voraussetzungen: Erstens muss ihre Notwendigkeit sowohl im Hinblick auf das Verkehrsaufkommen als auch im Hinblick auf die Logistikketten und Zieldestinationen des internationalen Transportgewerbes nachgewiesen sein. Zweitens muss sie so landschaftsschonend wie möglich gebaut werden.
"Werden am Ende des Dialogprozesses tatsächlich Neubaustrecken durch Aising und Pang in Erwägung gezogen, fordern wir zum Schutz von Bevölkerung und Landschaft eine weitest gehende Tunnellösung. Es geht nicht an, dass wir wertvolle landwirtschaftliche Flächen bewusst über Jahrzehnte hinweg von Gewerbe- oder Wohnbebauung freihalten und sie dann für eine oberirdische Bahntrasse opfern sollen", bezog der Fraktionsvorsitzende und CSU-Kreisvorsitzende Herbert Borrmann zur aktuellen Trassendiskussion Stellung.
CSU-Stadtrat und Landtagskandidat Daniel Artmann stößt ins gleiche Horn: "Die ohnehin schon begrenzten landwirtschaftlichen Flächen im Stadtgebiet müssen einem besonderen Schutz unterliegen. Das geht nur mit einer Tunnellösung. Wir leben in einer der schönsten Regionen Deutschlands und das soll auch so bleiben. Wir wollen keine Billiglösung, sondern den maximalen Schutz für Mensch und Natur. Das heißt, so viel unter die Erde wie möglich. Was in Tirol Maßstab ist, sollte auch in Rosenheim recht und billig sein."

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