Volle Rückendeckung für „Mister 110 Prozent“

24. Jun. 2019

Bad Aibling/Rosenheim – Am Anfang stand ein Versprechen: 110 Prozent Leistung wolle er nächstes Jahr im Kommunalwahlkampf bringen, sicherte Landratskandidat Otto Lederer der Parteibasis bei der CSU-Delegiertenversammlung im Bad Aiblinger Kurhaus zu.

„Unser Mister 110 Prozent“, formte daraus ein Delegierter einen neuen Spitznamen für den Landtagsabgeordneten, der nach dem Willen der Partei Landrat Wolfgang Berthaler beerben soll (wir berichteten). Der wiedergewählte Kreisvorsitzende Klaus Stöttner ließ an der Justierung der Messlatte für die CSU keine Zweifel aufkommen. „Es muss unser Anspruch sein, wieder das höchste Amt im Landkreis zu bekleiden.“

Welch positive Rolle der Kreisvorsitzende bei der Kandidatensuche gespielt hat, darüber gab der Ehrenkreisvorsitzende Dr. Max Gimple den Versammelten einen etwas tieferen Einblick. Unter anderem erwähnte er die „vielen Einzelgespräche“, die im Rahmen der Kandidatenauswahl nötig waren. Sein dickes Lob für Stöttners Agieren verband Gimple mit einem „Seitenhieb an die Heeresleitung der Partei in München“. Wer verhindern wolle, dass sich in der CSU solche Pannen wiederholen wie beim Amtswechsel von Seehofer zu Söder oder der Austausch von Umweltminister Marcel Huber, der solle vorher bei Klaus Stöttner anrufen und nachfragen, wie man solch schwierige Entscheidungen vorbereitet. Das saß, auch wenn der Altlandrat unerwähnt ließ, dass auch die im Saal sitzende Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig nach Söders Wahl zum Parteichef ihr Amt als stellvertretende CSU-Generalsekretärin in Windeseile los war.

In die Phalanx der parteiinternen Kritiker reihte sich Stöttner in seiner Rede an diesem Abend ebenfalls ein – beispielsweise als er auf den Umgang der Staatsregierung mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zu sprechen kam. Ihm wäre es lieber gewesen, die CSU hätte mit einem Gegenvorschlag auf das Begehren reagiert. Natürlich befasste er sich auch mit dem politischen Gegner und kritisierte nicht zuletzt die Grünen. „Die reden anders als sie handeln.“

Seinen Einsatz für die Partei lohnten die Delegierten, indem sie Stöttner mit 188 von 221 abgegebenen Stimmen im Amt des Kreisvorsitzenden bestätigten. Vor den Wahlen standen noch die üblichen Rechenschaftsberichte der einzelnen Arbeitskreise und Untergruppierungen des CSU-Kreisverbandes auf dem Programm. Als besonders pfiffig erwies sich dabei der JU-Kreisvorsitzende Matthias Eggerl aus Rott. „Mein Jahresbericht passt auf einen Stimmzettel, damit wir pünktlich um 21 Uhr mit der Wahl beginnen können.“

Als Stellvertreter stehen Stöttner in der kommenden Amtsperiode Christine Domek-Rußwurm vom Ortsverband Frasdorf (181 Stimmen), Sebastian Friesinger vom Ortsverband Albaching (210), Daniela Ludwig vom Ortsverband Kolbermoor (187) und Altlandrat Josef Neiderhell vom Ortsverband Raubling (196) zur Verfügung. Schatzmeister bleibt Hans Loy, als Schriftführer fungieren auch künftig Sabine Balletshofer und Stephan Schlier. Richard Richter und Georg Ziegltraum wurden einstimmig als Kassenprüfer wiedergewählt. Als Beisitzer gehören dem neuen Vorstand an: Annemarie Biechl, Marianne Loferer, Irene Biebl-Daiber, Josef Huber, Florian Gerthner, Julie Doerenbecher, Isabella Ritter, Josef Ranner, Anton Wallner, Michael Anner junior, Georg Weigl, Olaf Kalsperger, Andrea Schneebichler, Tae Su Yoon, Josef Oberauer, Matthias Vieweger, Katharina Reh und Christian Egger.

In die Führung der Bundeswahlkreisgeschäftsstelle und der CSU-Kreisgeschäftsstelle in Rosenheim haben die Mitglieder des Kreisverbandes offenbar großes Vertrauen. Einstimmig wurden Annette Resch und Stefan Julinek als gleichberechtigte Geschäftsführer in ihren Ämtern bestätigt. Über die Ehrung verdienter Mitglieder berichten wir noch.

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