Otto Lederer zu Gast in Höslwang

Weichenstellung für die Kommunalwahl: CSU und PfB stellen Team und Visionen vor. Ein volles Haus, ein hochmotiviertes Team und prominenter Besuch aus dem Landratsamt: Die Vorstellung der Gemeinderatskandidaten zusammen mit dem Landrat Otto Lederer markierte den Startpunkt für einen echten Generationenwechsel in Höslwang. Neben der Vorstellung unserer 16 Kandidaten wurden zentrale Themen wie bezahlbarer Wohnraum, die Optimierung des Nahverkehrs und die künftige Zusammenarbeit mit dem Landkreis diskutiert. Lesen Sie hier die Zusammenfassung des Abends.

Eine mittelblaue fleckige Wand mit Rissen. Drauf als Wasserzeichen das Emblem der CSU, bestehend aus Löwen und Raute.

In einer voll besetzten Versammlung stimmten die CSU Höslwang und die „Parteifreien Bürger“ (PfB) am vergangenen Abend auf die kommenden Kommunalwahlen ein. Im Zentrum standen die Vorstellung der gemeinsamen Kandidatenliste, ein deutliches Bekenntnis zum Generationenwechsel sowie der Besuch des Landrats Otto Lederer.

Ein ehrendes Gedenken und ein neues Bündnis

Nach der Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden hielten die Anwesenden zunächst inne, um eines besonderen Weggefährten zu gedenken: Dietrich Pause, langjähriges CSU-Mitglied und ehemaliger Berater von Franz Josef Strauß, ist am 9. Januar verstorben. Sein Wirken in der Außenpolitik und sein Engagement auf europäischer Ebene bleiben unvergessen.

Ein zentrales Thema des Abends war die Geschlossenheit im Dorf. Die Zusammenarbeit zwischen CSU und PfB wurde als echtes Vertrauensverhältnis gewürdigt. Die gemeinsame Liste sei kein bloßes Zweckbündnis, sondern das Fundament für eine konstruktive Arbeit im Gemeinderat über die nächsten sechs Jahre hinweg.

Aufbruch durch Generationenwechsel

Mit Stolz präsentierte die Versammlung ihre Kandidaten. Angesichts der historischen Aufgabe, acht ausscheidende Gemeinderäte und den Bürgermeister zu ersetzen, ist der Umbruch geglückt:

  • 12 neue Gesichter: Von den 16 Kandidaten treten 12 zum ersten Mal an.

  • Verjüngung: Das Durchschnittsalter des neuen Gremiums wird voraussichtlich zwischen 40 und 45 Jahren liegen – eine Verjüngung um bis zu 20 Jahre im Vergleich zum aktuellen Rat.

  • Hohe Motivation: Die Liste beweist, dass das Interesse der jungen Generation an der Gestaltung ihrer Heimat lebendiger ist als je zuvor.

Realismus in unruhigen Zeiten: Pflicht vor Kür

In der Grundsatzrede wurde deutlich, dass frischer Wind allein nicht ausreicht. In Zeiten globaler Unsicherheit – von der Weltpolitik bis hin zu schwankenden Energiepreisen – bilde die Gemeinschaft vor Ort den entscheidenden Anker.

Die künftige Arbeit im Gemeinderat solle sich an einem klaren Prinzip orientieren: Pflicht vor Kür.

  1. Die Pflicht: Bezahlbarer Wohnraum, Bauland sowie eine moderne Infrastruktur (Breitband und Mobilfunk). Dies sichert die Basis dafür, dass junge Höslwanger im Dorf bleiben können.

  2. Die Kür: Großprojekte wie ein neues Dorfzentrum oder ein Bürgersaal sind wichtige Visionen, die jedoch auf einem soliden finanziellen Fundament stehen müssen.

Landrat Otto Lederer zu Gast

Landrat Otto Lederer nutzte den Abend, um aktuelle Themen des Landkreises zu beleuchten. Er betonte besonders den hohen Stellenwert des Ehrenamts als Rückgrat der Gesellschaft.

In Bezug auf die Mobilität verteidigte er das On-Demand-System ROSI. Es sei für viele Gemeinden eine kostengünstigere und flexiblere Alternative zum klassischen Busverkehr, räumte jedoch ein, dass an der Effizienz und den Prozessen weiter optimiert werde. Zudem verwies er auf die Fortschritte in der Verwaltung: Durch den digitalen Bauantrag seien Genehmigungen heute teilweise innerhalb weniger Tage möglich.

Ein Stift für die Zukunft

Zum Abschluss gab es eine charmante Geste: Damit künftige Anträge aus Höslwang im Landratsamt nicht an fehlenden Schreibgeräten scheitern, überreichte der Ortsvorsitzende dem Landrat einen selbstgefertigten, personalisierten Kugelschreiber.

Mit dem Blick auf das große 900-jährige Ortsjubiläum im nächsten Jahr schloss die Versammlung. Die kommenden Jahre erfordern Einarbeitung und Priorisierung, doch mit einem starken Team und dem „direkten Draht“ ins Landratsamt sieht sich Höslwang bestens gerüstet.

Eine mittelblaue fleckige Wand mit Rissen. Drauf als Wasserzeichen das Emblem der CSU, bestehend aus Löwen und Raute.