Gut besuchter Neujahrsempfang der CSU Bernau-Hittenkirchen: Zuversicht und Tatkraft prägen den Jahresauftakt
Volle Stuhlreihen, viele Gespräche und eine spürbar positive Stimmung prägten den Neujahrsempfang der CSU Bernau-Hittenkirchen, der in den Räumen von Hoteleinrichtungen Schuster stattfand. Der stellvertretende Ortsvorsitzende Sepp Wörndl begrüßte die zahlreichen Gäste und stellte gleich fest, dass zwar vieles in der Welt momentan aus den Fugen geraten sei, in Bernau jedoch weiterhin vieles gut laufe – ein Verdienst, den er besonders Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber zuschrieb.
In ihrer anschließenden Rede zog Biebl-Daiber, zugleich Ortsvorsitzende der CSU, eine beeindruckende Bilanz der vergangenen sechs Jahre. Sie erinnerte an zahlreiche abgeschlossene Projekte: So wurde die Kinderbetreuung deutlich ausgebaut – erstmals musste kein Kind mehr abgewiesen werden. In Hittenkirchen konnte das Feuerwehrhaus erweitert und ein neues Fahrzeug angeschafft werden, ebenso steht in Bernau ein neues Löschfahrzeug bereit. Der Spatenstich für die Erweiterung des Bernauer Feuerwehrhauses ist für März vorgesehen.
Ein besonderes Highlight war auch die Neugestaltung des alten Strandbadgebäudes: An seiner Stelle entstand ein ökologisch hochwertiges Gebäude – ein wahres „Wohlfühlplatzerl“ direkt am See. Viel Dynamik herrscht derzeit auch beim Haus des Gastes, dessen umfassende Sanierung mit neun verschiedenen Förderprogrammen finanziell gestemmt wird. Mitte März zieht die Tourist-Info wieder ins Erdgeschoss zurück, die Bücherei wird über Ostern in ihr neues Domizil im ersten Obergeschoss einziehen.
Auch im Bereich Infrastruktur und Klima hat sich einiges getan. Die Straßenbeleuchtung wurde vollständig auf LED-Technik umgestellt, die kommunale Wärmeplanung ist abgeschlossen und wird im Februar im Gemeinderat vorgestellt. Bernau setzt zudem auf Elektromobilität: Mit regionalen Partnern wurde das Netz an E-Ladestationen erweitert, das On-Demand-System „Rosi“ eingeführt und um ein Car-Sharing-Angebot ergänzt. Trotz vieler Investitionen bleibt die Gemeinde solide aufgestellt – mit 595 Euro Pro-Kopf-Verschuldung erreicht Bernau den niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Seit sieben Jahren wurde kein Kredit mehr aufgenommen.
Ein zentraler Schwerpunkt der kommenden Amtszeit werde die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sein, so Biebl-Daiber. Hier sei man zwar in den letzten Jahren noch nicht ans Ziel gekommen, habe aber durch Maßnahmen wie die Zweitwohnungssteuer und maßvolle Nachverdichtung wichtige Grundlagen gelegt. Weitere Zukunftsthemen sind die Sanierung und Erweiterung der Schule, der Wunsch nach einem interkommunalen Hallenbad sowie die Schaffung eines Hauses der Vereine.
Als Hauptredner sprach Sigi Walch, ehemaliger Landrat von Traunstein und nun Bundestagsabgeordneter sowie innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. Er betonte, dass es trotz aller Herausforderungen Grund zur Zufriedenheit gebe – besonders, wenn man sehe, wie gut der Chiemgau aufgestellt sei. In der Innenpolitik habe sich nach dem Regierungswechsel viel getan: Die Zahl der irregulären Migranten sei durch Grenzkontrollen deutlich zurückgegangen, und mit der Abschaffung der sogenannten „Turboeinbürgerung“ habe man wieder mehr Wert auf Integrationsleistungen gelegt.
Auch sozialpolitisch kündigte Walch Veränderungen an: Bayern habe große Aufnahmebereitschaft gezeigt, zugleich aber Wert auf Leistungsgerechtigkeit gelegt. „Wer Hilfe braucht, soll sie bekommen – aber wer arbeiten kann und nicht will, hat keinen Anspruch auf Bürgergeld“, so Walch. In seinem Blick auf die regionale Wirtschaft mahnte er, Löhne und Sozialabgaben besser in Einklang zu bringen, damit „Mehrarbeit auch wirklich lohnt“.
Mit einem herzlichen Lob für Bürgermeisterin Biebl-Daiber schloss Walch: „Was hier in den letzten Jahren geschaffen wurde, kann sich wirklich sehen lassen.“
Beim anschließenden Sektempfang ließen Gäste und Gastgeber den Sonntag in geselliger Atmosphäre ausklingen.