v. li. n. re.: Stadtrat Daniel Artmann; Reinhard Bauer, Vorsitzender der Mittelstandsunion RO-Stadt; Birgit Kelle; Klaus Stöttner, MdL; Ulrich Schwadke v. li. n. re.: Stadtrat Daniel Artmann; Reinhard Bauer, Vorsitzender der Mittelstandsunion RO-Stadt; Birgit Kelle; Klaus Stöttner, MdL; Ulrich Schwadke

Wider dem Gleichheitswahn: Birgit Kelle in Rosenheim

18. Nov. 2015

„Frauen und Männer sind unterschiedlich und das ist gut so!" Unter diesem Motto hat die Mittelstandsunion Rosenheim-Stadt die aus zahlreichen Fernsehauftritten bekannte Autorin und Journalistin Birgit Kelle eingeladen. Reinhard Bauer, Vorsitzender der Mittelstandsunion Rosenheim-Stadt, begrüßte Birgit Kelle sowie 70 Teilnehmer aus Mittelstand und Politik in den Räumen von Fa. Schwadke Büromöbel.

Die 40-jährige Birgit Kelle, zugleich Mutter von vier Kindern, prangert das „Gender Mainstreaming“ an, eine aus Ihrer Sicht absurde Ideologie, die unseren Alltag bestimmen soll. Nicht nur seit der Diskussion um die Frauenquote in Wirtschaft und Politik sowie des Erziehungsgeldes nimmt der Hang zum Gender Mainstreaming immer größere Stilblüten an.

Anhand zahlreicher drastischer Beispiele machte die Referentin deutlich, dass die Bewegung zwischenzeitlich enorme Dimensionen erreicht, die letztlich den Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Derzeit wird das Straßenverkehrsgesetz umgeschrieben, da werden aus Radfahrern plötzlich „mit dem Rad Fahrende“ oder aus Fußgängern werden „zu Fuß Gehende“. Gesetze werden umgeschrieben, Spielplätze werden gendersensibel umgestaltet und in Berlin sollen die Ampelmännchen künftig zur Hälfte Ampelweibchen sein. Eine Heerschar an Beamten beschäftigt sich mit der Anpassung von Gesetzen, in Deutschland gibt es 194 (!) Lehrstühle an Hochschulen zum Gender Mainstreaming, davon allein 35 in Berlin. Studenten bekommen in Klausuren Abzüge bei Nichtanwendung einer genderkonformen Sprache. In Baden-Württemberg werden aktuell die Studentenwerke umbenannt in „Studierenden-Werke“, Kosten für den Steuerzahler pro Einrichtung 90.000 Euro. Und in Berlin finden sich die ersten „Unisex Toiletten“.

Auch an bestimmten im Sprachgebrauch üblichen Begriffen wird gerüttelt: Eine „Heulsuse“ soll es künftig ebenso wenig geben wie eine „Milchmädchenrechnung“. Die Gender Bewegung hat nichts mit Gleichberechtigung im engeren Sinne zu tun, vielmehr hat sie ihren Ursprung in der feministischen Bewegung, die den Begriff Geschlecht durch Gender ersetzen soll. Dabei hat Gender nicht nur eine biologische, sondern auch eine soziale Funktion, so dass es eine Vielzahl von anderen Geschlechtern gibt. Auf Facebook hat der User inzwischen in seinem Profil 60 Geschlechter zur Auswahl. Längst geht es nicht mehr nur um Mann und Frau, sondern auch um die sexuelle Orientierung. Die Gender Befürworter wollen die aus ihrer Sicht herrschende „Zwangs-Hetero-Normativität“ aufbrechen.

Den Frauen wird laut Kelle zwischenzeitlich abgesprochen, dass sie freiwillig zuhause bleiben und ihre Kinder erziehen. Laut der vierfachen Mutter behaupten Gender Befürworter, dass die Frauen durch das System dazu gezwungen wären. Aber die Biologie lasse sich laut Kelle nicht einfach aushebeln; Männer und Frauen sind nun mal verschieden und nur Frauen bekommen Kinder. In der Argumentation der Gender Bewegung für Frauen in Führungspositionen werden typisch weibliche Eigenschaften ins Feld geführt, im Gegensatz wird aber im Sinne des Gender Mainstreaming behauptet, diese Eigenschaft gibt es ja gar nicht, ein Widerspruch in sich. In der Realität sieht es aber so aus, dass Unternehmen gar nicht genügend Frauen in Führungspositionen finden. Vielmehr seien Frauen oft gar nicht bereit, weiter Karriere machen, da sie sich in der aktuellen Position wohl fühlen, Stichwort „Work-Life-Balance“.

Abschließend stellte Birgit Kelle fest, dass sie gerne Frau und Mutter ist und sie sich nicht von der Gender Bewegung vorschreiben lassen möchte, wie sie ihr Leben zu gestalten hat. Frauen, die nach oben wollen, schaffen dies auch ohne Frauenquote und Genderwahn, bestes Beispiel dafür sei unsere Bundeskanzlerin.

Bild (von links nach rechts): Stadtrat Daniel Artmann; Reinhard Bauer, Vorsitzender der Mittelstandsunion Rosenheim-Stadt; Birgit Kelle; Klaus Stöttner, MdL; Ulrich Schwadke

Zurück