Es lässt sich einiges tun, um einen Wohnungseinbruch zu verhindern | Bild © sdecoret Fotolia Es lässt sich einiges tun, um einen Wohnungseinbruch zu verhindern | Bild © sdecoret Fotolia

Arbeitskreis Polizei und Innere Sicherheit: "Einbruch - mit mir nicht!!!"

02. Apr. 2015

Nicht nur der ca. 100 Teilnehmern gefüllte Saal im Gasthof Höhensteiger spiegelte das große Interesse an der Veranstaltung „Einbruch – mit mir nicht!“ wieder, die der CSU-Regionalarbeitskreis Polizei und Innere Sicherheit durchführte, sondern auch die vielen Fragen an die Referenten. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Gerhard Schusser führte in die Thematik ein.

Anschliessend erläuterte Kriminalhauptkommissar Gerold Kreuzinger das Phänomen des sog. Wohnungseinbruchsdiebstahl mit anschaulichen Zahlen näher.

Auch wenn im europäischen und innerdeutschen Vergleich die Wohnungseinbrüche in Bayern zahlenmäßig am niedrigsten sind, so sei doch jeder Einbruch einer zu viel, da gerade das Eindringen in den intimsten Bereich eines Menschen ungeachtet des Stehlschadens zu teils erheblichen psychischen Belastungen und Verlust des Sicherheitsgefühls führe. Kreuzinger zeigte auf, welche Anstrengungen die Polizei unternimmt, um den Tätern auf die Spur zu kommen.

Notwendig sei aber, dass den Ermittlungsbehörden entsprechende rechtliche Eingriffsmaßnahmen an die Hand gegeben werden, beispielhaft erläutert an der Speicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten durch die jeweiligen Netzanbieter. Diese werde fälschlicherweise als staatliche Vorratsdatenspeicherung bezeichnet, auf die die Polizei jederzeit Zugriff habe und deshalb von verschiedenen politischen Parteien abgelehnt werde. Richtig sei, dass diese Daten bei den jeweiligen Netzbetreibern für eine gewisse Zeitdauer gespeichert würden und nur bei Vorliegen konkreter Verdachtsmomente mit richterlichem Beschluss erhoben werden können. Derzeit werden aber die Daten bei sog. Flatrate-Verträgen aber nur sehr kurz gespeichert, so dass diese bei Anzeigenerstattung schon gelöscht sind.

Im zweiten Teil brachte Kriminalhauptkommissar Wolfgang Moritz den Teilnehmern anschaulich Sicherungsmöglichkeiten und Verhaltensregeln nahe, um einen Wohnungseinbruch zu verhindern. Einfache Grundregeln: Schließen sie ihre Fenster und versperren sie ihre Haustüre. Melden sie verdächtige Wahrnehmungen der Polizei. Im Dialog mit den Zuhörern wurden technische Sicherungsmaßen vom verstärkten Tür- und Fensterriegel bis hin zur elektronischen Überwachungs- und Alarmanlage vorgestellt.

Johannes Dreikorn als Vertreter der Allianz-Versicherung beantwortete Fragen aus dem Publikum in versicherungstechnischer Hinsicht und rundete so die zweieinhalbstündige Veranstaltung ab.

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